Hinter der Maske

Hallo. Ich heiße hier im Netz Fee. Mein realer Name hat niemanden zu interessieren. Ich bin ein 15 jähriges Mädchen. Ich bin noch jung und habe eigentlich noch mein ganzes Leben vor mir. Vielleicht denken jetzt einige "Was hat die denn für Probleme, Wie unsinnig dieser Blog doch ist." Aber das ist Ansichtssache. Ich habe im Vergleich zu Vergewaltigungsopfern vielleicht keine großen Probleme. Aber für mich ist es schlimm.

Ich kam mit 5 Jahren in die Schule, als jüngste damals. In der 3. Klasse musste ich einen Test auf Hochbegabung machen. Dieser fiel positiv aus. Das heißt ich wurde vor die Wahl gestellt die 4. Klasse zu überspringen, was für mich als 7 jähriges Mädchen natürlich verlockend. Also habe ich dem zugestimmt. In der 8. Klasse wechselte ich auf ein Internat, welches ich aber knapp ein dreiviertel Jahr später verließ. Ich bin immer weggerannt. Hab immer Schule gewechselt. Und ich werde es dieses Jahr nicht anders machen, werde die 11. Klasse wiederholen. Weil ich es nicht packe. Ich schaffe es nicht, der Leistungsdruck wird zu groß und ich kann mich nicht auf die Schule konzentrieren.

Das erste mal "geschnitten" habe ich mich am Internat. Ich hatte dort eine einzige Freundin und zu dieser Zeit lief einfach alles schief. Meine Mutter ist bei Noten sehr anspruchsvoll. Und ich habe dort versagt. Und zwar ordentlich. Es war zu viel, und ich habe es nicht ausgehalten, dieser Druck der auf meinen Schultern lag. Dann kam ich heim und alles wurde schlimmer. Meine Freundinnen drehten mir den Rücken zu und ich hatte niemanden mehr. Bis auf eine Freundin, die ich seit der 1. Klasse kenne. Und diese begann in tiefe Depressionen zu fallen, was ich  mitbekam. Zur selben Zeit trennten sich noch dazu meine Eltern. Und ich will jetzt nicht sagen, dass sie ein Auslöser war, denn das war sie nicht. Aber sie hat sicher mitgewirkt. Es waren grlücklicherweiße immer nur oberflächliche Schnitte, deren Narben schnell verblassten. Mittlerweile habe ich qaufgehört an den Armen zu schneiden. Meine Beine müssen leiden. Für das Fett, dass sie an sich haben, für jeden Biss, der zu viel war.

Mein Essverhalten war eigentlich immer relativ normal. Ich hatte nie Gewichtsprobleme. Ich war immer die dünnste, wurde benieden. Doch mein damaliger Freund betrog mich mit zwei Mädchen. Er bedeutete mir sehr viel. Und er bedeutet mir immer noch etwas. Und aus lauter Frust begann ich zu essen. Viel zu essen. Ich nahm zu. Auf 59 Kilo kam ich. Bei einer Größe von damals 1,68 m. Jetzt bin ich bei 1,72m. Mein Gewicht könnt ihr im Gewichtsverlauf finden. Ich begann zu hungern. Doch hatte zu wenig Disziplin, begann viele Diäten, weil meine Mutter sich immer eine wunderschöne, dünne Tochter wünschte. Sie selber hielt mir immer vor, dass sie weniger wog als ich. Doch immer öfter überfielen mich Fressattaken. Und ich aß, und aß, richtig eklig. Und ich konnte nicht anders als meinen Magen zu entleeren. Ich habe eine Freundin, mit der ich ein Versprechen habe. Ich kotze nicht, sie nicht. Ich lüge sie derzeit an. Weil ich Angst habe, dass sie wieder anfängt. Ich habe enorme Angst. Denn ich will nicht, dass sie wegen mir noch "kränker" wird.

Dann gibt es da noch die Sache mit meiner Lehrerin. Ich habe einen Mutterkomplex. Alles begann auf einer Klassenfahrt. Sie war wie eine gute Freundin, saß nachts bei uns im Zimmer und lästerte über andere Lehrer. Und immer mehr bildete sich der Wunsch aus, dass sie meine Mutter wäre. Ich liebe meine Mutter, aber sie behandelt mich wie eine Aussätzige, was mich sehr verletzt.

Ich hoffe ich konnte euch damit einen kleinen Einblick in mein Leben gewähren. ♥

Mit den liebsten Grüßen, Fee

1 Kommentar:

  1. Der Text ist so schön geschrieben und ehrlich! Ich wurde glücklicherweise nie unter Druck gesetzt, wenn es um Schule, etc. ging, aber kann mir vorstellen wie schlimm das für dich gewesen ist. :/

    Sobald ich wieder mit dem PC online bin, Folge ich deinem Blog. :*

    xoxo

    AntwortenLöschen